Microsoft Teams Telefonie in der Schweiz: Lizenzen, Setup und Anbieter im Vergleich

Key takeaways
- Microsoft Teams Telefonie ersetzt die klassische Telefonanlage durch eine cloudbasierte Lösung, eine Nummer erreicht alle Endgeräte gleichzeitig (Desktop, Smartphone, Homeoffice).
- Drei Anbindungsmodelle in der Schweiz: Microsoft Calling Plan, Direct Routing (am weitesten verbreitet) und Operator Connect.
- Anbieterlandschaft reicht von grossen Netzbetreibern (Swisscom, Sunrise) bis zu spezialisierten VoIP-Anbietern (sipcall, iWay). Als bevorzugten Partner für eine Lösung aus einer Hand empfehlen wir sipcall.
- Bestehende Rufnummern lassen sich in der Regel problemlos zum neuen Anbieter portieren.
- Fünf-Schritte-Einführung: Konzeptionsphase (inkl. Lizenzierung, Anbindungsmodell und Endgeräte), Callflows definieren, technische Konfiguration, Schulung, Rollout und Umstellung inkl. Rufnummernportierung.
- Vorteile: keine separate Hardware, ortsunabhängige Erreichbarkeit, Integration von Telefonie/Chat/Meetings in einer Plattform, Providerunabhängigkeit
- Herausforderungen einplanen: angeschlossene Nebengeräte wie Alarmanlagen, Liftanlagen oder Feuermelder sowie die Ablösung von DECT-Telefonen in Lagerhallen benötigen besondere Aufmerksamkeit in der Konzeptionsphase.
- Wichtiger Sonderpunkt: Notrufe benötigen korrekt hinterlegte Standortinformationen, das muss bei der Einrichtung mit dem Anbieter separat konfiguriert werden.
Immer mehr Schweizer Unternehmen lösen ihre klassische Telefonanlage ab und telefonieren stattdessen direkt über Microsoft Teams. Eine Nummer für alle Endgeräte, keine separate Hardware und die Integration von Telefonie, Chat und Meetings in einer einzigen Anwendung machen die Lösung gerade für Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen attraktiv. Als Baggenstos begleiten wir Unternehmen bei genau diesem Umstieg, in diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche technischen Anbindungen es gibt, welche Anbieter in der Schweiz zur Wahl stehen und wie die Einrichtung im Unternehmen abläuft.
Microsoft Teams Telefonie als Cloud-Telefonanlage
Microsoft Teams Telefonie, auch Teams Phone genannt, ersetzt die klassische physische Telefonanlage durch eine cloudbasierte Lösung direkt in Microsoft Teams. Mitarbeitende telefonieren über die bestehende Festnetznummer, unabhängig davon, ob sie am Desktop, auf dem Smartphone, im Homeoffice oder unterwegs sind, alle Endgeräte werden dabei mit derselben Nummer gleichzeitig erreicht. Eine separate Nummer pro Gerät oder eine physische Nebenstellenanlage entfällt damit vollständig.
Diese Funktionen bietet Microsoft Teams Telefonie
- Anrufe und Erreichbarkeit: Mitarbeitende nehmen Anrufe an, tätigen sie und leiten sie weiter, mit Funktionen wie Anrufübernahme mit Rückfrage, Rufumleitung und gleichzeitigem Klingeln auf mehreren Geräten, damit kein Anruf verloren geht.
- Kundenservice und Vermittlung: Über Anrufwarteschlangen und automatische Telefonzentralen lassen sich eingehende Anrufe automatisch an die passende Abteilung weiterleiten, inklusive Öffnungszeiten- und Feiertagsregelungen.
- Voicemail und Zusammenfassungen: Voicemail-Nachrichten werden automatisch transkribiert, KI-gestützte Zusammenfassungen fassen Besprechungen und deren nächste Schritte zusammen.
- Sicherheit und Zuverlässigkeit: Anrufe sind Ende-zu-Ende verschlüsselt, für unternehmenskritische Standorte gibt es zusätzlich Lösungen, die Anrufe auch bei einem lokalen Internetausfall aufrechterhalten.
Weitere kurze Anleitungen, etwa zu Rufumleitung oder Anrufübernahme, finden Sie in der offiziellen "Get Started with Teams Phone"-Playlist von Microsoft Teams.
Diese Betriebsmodelle gibt es für Teams Telefonie in der Schweiz
Für die technische Anbindung an das Festnetz stehen in der Schweiz grundsätzlich drei Modelle zur Wahl:
Microsoft Calling Plan
Beim Calling Plan bezieht das Unternehmen die Telefonie-Lizenz und den Anschluss ans Telefonnetz direkt von Microsoft. Das Modell ist einfach einzurichten, in der Schweiz jedoch bislang mit eingeschränkter Verfügbarkeit und Rufnummernauswahl verbunden.
Direct Routing mit lokalem Provider
Bei Direct Routing wird ein lokaler Telekommunikationsanbieter über einen Session Border Controller (SBC) mit Microsoft Teams verbunden. Dieses Modell ist in der Schweiz am weitesten verbreitet, da es sich mit nahezu jedem SIP-Anschluss kombinieren lässt und bestehende Rufnummern unkompliziert übernommen werden können.
Operator Connect
Operator Connect verbindet zertifizierte Anbieter direkt mit Microsoft Teams, ohne dass ein eigener Session Border Controller betrieben werden muss. Das Setup ist dadurch einfacher als klassisches Direct Routing, die Anzahl zertifizierter Anbieter in der Schweiz ist aktuell allerdings noch überschaubar.
Diese Anbieter für Teams Telefonie gibt es in der Schweiz im Vergleich
Der Schweizer Markt für Teams Telefonie ist mittlerweile breit aufgestellt, von grossen Netzbetreibern bis zu spezialisierten Cloud-Telefonie-Anbietern:
Unsere empfohlene Lösung: sipcall
Für Direct Routing arbeiten wir bevorzugt mit sipcall zusammen, unserem Partner für Microsoft Teams Telefonie ohne eigenen Session Border Controller. Dadurch können wir Ihnen die gesamte Lösung aus einer Hand anbieten, von der Beratung über die Einrichtung bis zum laufenden Betrieb. Lediglich die reinen Telefoniekosten werden direkt durch sipcall in Rechnung gestellt. Mehr zur Lösung finden Sie unter Microsoft Teams Telefonie ohne eigenen SBC: Telefonieren mit Microsoft Teams.

Alternative: Swisscom oder Sunrise
Alternativ unterstützen wir auch die Anbindung über die beiden grossen Schweizer Netzanbieter Swisscom und Sunrise. In diesem Fall übernehmen wir die Konfiguration und Implementierung der Lösung, während die Netzanbindung direkt über Swisscom oder Sunrise erfolgt.
Welches Modell für Ihr Unternehmen am besten passt, hängt von der bestehenden Netzwerkinfrastruktur, der gewünschten Rufnummernportierung und dem benötigten Support-Level ab, gerne beraten wir Sie dazu individuell.
So richten Sie Microsoft Teams Telefonie im Unternehmen ein
Die Einführung von Teams Telefonie lässt sich in klaren Schritten strukturieren:
1. Konzeptionsphase:
Nehmen Sie die bestehende Situation und Ihre Anforderungen auf, inklusive bestehender Konfigurationen und möglicher Edge Cases wie angeschlossener Nebengeräte oder kabelloser Telefonie in Lagerhallen (siehe Herausforderungen unten). Legen Sie in dieser Phase auch das passende Lizenzmodell, das Anbindungsmodell und den Provider sowie die benötigten Endgeräte fest.
2. Callflows definieren
Definieren Sie, welche Rufnummern wohin geleitet werden und welche Auto Attendants, Call Queues und Voicemails benötigt werden.
3. Technische Konfiguration
Richten Sie Teams Telefonie im Teams Admin Center ein und konfigurieren Sie den Session Border Controller entsprechend den zuvor definierten Callflows.
4. Mitarbeitende schulen
Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden in den neuen Funktionen, etwa Rufumleitung, Voicemail und gemeinsamen Nebenstellen, bevor die Lösung produktiv genutzt wird.
5. Rollout und Umstellung
Führen Sie die Rufnummernportierung im Rahmen der finalen Umstellung durch, aktivieren Sie die neue Lösung und nehmen Sie die bestehende Telefonanlage anschliessend ausser Betrieb.
Diese Herausforderungen sollten Sie einplanen
Neben der reinen Lizenzierung und Anbindung bringt die Umstellung auf Teams Telefonie oft Herausforderungen mit sich, die in der Planung leicht übersehen werden:
Angeschlossene Nebengeräte am Telefonnetz
An vielen bestehenden Telefonanlagen sind neben den eigentlichen Telefonapparaten weitere Geräte angeschlossen, etwa Frankiermaschinen, Liftanlagen, Alarmanlagen oder Feuermelder. Diese Geräte kommunizieren häufig über eine klassische analoge Telefonleitung und lassen sich nicht ohne Weiteres direkt an Teams Telefonie anbinden. In der Konzeptionsphase sollte deshalb geklärt werden, welche Nebengeräte betroffen sind und ob dafür ein separater analoger Anschluss oder eine Anbindung über einen Analog Telephone Adapter (ATA) beibehalten werden muss.
Ablösung von kabellosen Telefonen in Lagerhallen und Produktion
In Lagerhallen oder in der Produktion sind Mitarbeitende häufig über kabellose DECT-Telefone erreichbar. Bei der Umstellung auf Teams Telefonie stehen dafür zwei Alternativen zur Verfügung: WLAN-fähige Mobiltelefone mit der Teams-App oder speziell für Microsoft Teams zertifizierte DECT-Telefone. Welche Variante sich eignet, hängt unter anderem von der WLAN-Abdeckung vor Ort sowie den Anforderungen an Robustheit und Akkulaufzeit der Geräte ab.
Vorteile von Teams Telefonie für Schweizer Unternehmen
- Eine Nummer für alle Geräte: Anrufe erreichen Mitarbeitende gleichzeitig auf Desktop, Smartphone und Tablet.
- Keine separate Hardware nötig: Die klassische Telefonanlage entfällt vollständig.
- Ortsunabhängige Erreichbarkeit: Telefonie funktioniert im Büro, im Homeoffice und unterwegs gleichermassen.
- Integration in eine Plattform: Telefonie, Chat, Meetings und Dateiablage laufen in derselben Anwendung zusammen.
- Providerunabhängigkeit: Bestehende Anbieter lassen sich über Direct Routing weiterhin einbinden.
So unterstützt Baggenstos bei der Teams-Telefonie-Einführung
Als langjähriger Microsoft-Partner begleiten wir Unternehmen von der Lizenzberatung über die Wahl des passenden Anbindungsmodells bis zur technischen Einrichtung und Schulung Ihrer Mitarbeitenden. Als Teil unseres Angebots im Bereich Modern Work sorgen wir dafür, dass Teams Telefonie sauber in Ihre bestehende Microsoft-365-Umgebung eingebunden wird, statt als isolierte Zusatzlösung zu funktionieren.
Fazit
Microsoft Teams Telefonie ersetzt die klassische Telefonanlage durch eine cloudbasierte, ortsunabhängige Lösung direkt in der gewohnten Microsoft-365-Umgebung. Mit sipcall als bevorzugtem Partner lässt sich die Lösung aus einer Hand umsetzen, während Herausforderungen wie angeschlossene Nebengeräte oder die Ablösung kabelloser Telefonie in Lagerhallen bereits in der Konzeptionsphase mitgedacht werden sollten. Wie reibungslos die Umstellung gelingt, hängt weniger vom gewählten Anbindungsmodell selbst ab als von einer sorgfältigen Planung im Vorfeld.
Sie möchten wissen, wie der Umstieg auf Teams Telefonie für Ihr Unternehmen aussehen könnte? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gerne zu Lizenzierung, Anbieterwahl, möglichen Herausforderungen und der Einführung.
Frequently Asked Questions
Do emergency calls work reliably via Microsoft Teams telephony?
Yes, emergency calls are supported. However, the location of the devices must be correctly registered for emergency services, as there is no automatic location detection for mobile workstations or home offices, unlike with a traditional landline system. This should be firmly integrated into the setup process.
What happens if my internet connection goes down while using Microsoft Teams?
Since Teams Phone is cloud-based, a stable internet connection is required to make and receive calls. For business-critical availability, we therefore recommend a redundant internet connection or a mobile backup solution.
Does Teams Phone support call queues and auto attendants?
Yes, Microsoft Teams Phone offers features such as call queues and auto attendants, which allow you to route calls directly to specific teams or departments.
Can the old telephone system continue to run in parallel during the transition?
Yes, running systems in parallel is common practice and highly recommended. This allows you to test Teams Phone with a pilot group before fully decommissioning your existing system.
How long does it usually take to port a phone number to a new provider?
This depends on the chosen provider and connection model; however, porting with Swiss providers often takes several weeks and should therefore be factored into the project plan at an early stage.
How much do international calls cost with Teams Phone?
This depends on the connection model you choose: with a Microsoft Calling Plan, Microsoft's own international rates apply, while Direct Routing or Operator Connect use the rates of your chosen provider. It is therefore worth comparing international terms before selecting a provider. You can find sipcall's current telephony rates at "VoIP telephony from sipcall: attractive flat rates".
Who is responsible in the event of a disruption, Microsoft or the provider?
With Direct Routing and Operator Connect, the responsibility for the connection to the telephone network lies with the respective provider, while Microsoft is responsible for the Teams platform itself. Clear responsibilities and response times should be contractually defined with the provider.














