Cyber Security for SMEs: Key Measures for 2026

Key takeaways
- Nur noch 42 % der Schweizer KMU fühlen sich gut auf Cyberangriffe vorbereitet, Tendenz sinkend, obwohl 88 % Cyberkriminalität als ernstes Problem einstufen
- Jedes 25. Unternehmen war in den letzten 3 Jahren betroffen, 5 % erpresst, 4 % durch Phishing-Mails geschädigt
- Technische Basismassnahmen (Firewall, Updates) sind meist vorhanden, organisatorische Massnahmen (Konzept, Schulungen, Notfallplan) fehlen bei 70 % der KMU
- Zero Trust, starke Authentifizierung (Entra) und Zugriffskontrolle (Global Secure Access) zählen zu den wirkungsvollsten Einzelmassnahmen
- Datenschutz über Microsoft Purview und KI-gestützte Bedrohungserkennung (z. B. Darktrace) ergänzen den klassischen Endpunktschutz
- Fünf-Schritte-Vorgehen: Risikoanalyse, technische Basis, Notfallplan, Mitarbeitendenschulung, regelmässige Audits
Die Bedrohungslage für Schweizer Unternehmen bleibt konstant hoch, das Sicherheitsgefühl sinkt aber gleichzeitig. Laut der Studie «KMU Cybersicherheit 2025» von digitalswitzerland, Die Mobiliar, der FHNW und weiteren Partnern fühlen sich nur noch 42 Prozent der Unternehmen gut auf einen Angriff vorbereitet, ein deutlicher Rückgang gegenüber 55 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig verliert das Thema bei vielen KMU an Priorität, obwohl 88 Prozent Cyberkriminalität als ernstzunehmendes Problem einstufen. Als Baggenstos begleiten wir Unternehmen dabei, diese Lücke zwischen Bedrohungslage und tatsächlichem Schutz zu schliessen, in diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Massnahmen für KMU 2026 wirklich zählen.
Die aktuelle Bedrohungslage für Schweizer KMU
Cyberkriminalität betrifft längst nicht mehr nur grosse Konzerne. Jedes 25. Schweizer Unternehmen war in den letzten drei Jahren von einem Cyberangriff betroffen, 5 Prozent wurden erpresst, 4 Prozent haben durch betrügerische E-Mails Geld verloren. Ransomware und Phishing zählen dabei zu den häufigsten Angriffsformen, oft genügt eine einzige unachtsam geöffnete E-Mail, um ein ganzes Unternehmen lahmzulegen. Trotz dieser konstant hohen Bedrohung verspüren laut derselben Studie nur 24 Prozent der Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger tatsächlichen Handlungsdruck aus ihrem beruflichen Umfeld, mehr in IT-Sicherheit zu investieren, eine Lücke, die sich für betroffene Unternehmen im Ernstfall teuer rächt.
Diese Grundlagen sollten KMU zuerst umsetzen
Bevor komplexere Sicherheitslösungen sinnvoll sind, braucht es eine solide Basis. Genau hier zeigt sich bei vielen Schweizer KMU aktuell die grösste Lücke.
Technische Basismassnahmen
Über zwei Drittel der Unternehmen setzen bereits grundlegende technische Massnahmen wie Firewalls oder regelmässige Software-Updates ein. Ergänzend dazu sorgt eine zentrale Endpunkt-Sicherheitslösung wie Microsoft Defender dafür, dass Bedrohungen auf Geräten, in E-Mails und in der Cloud einheitlich erkannt und automatisiert abgewehrt werden, statt einzelne Systeme isoliert abzusichern.
Organisatorische Massnahmen
Deutlich grösseren Nachholbedarf gibt es bei den organisatorischen Themen: Nur 30 Prozent der Schweizer KMU verfügen überhaupt über ein IT-Sicherheitskonzept, Schulungen für Mitarbeitende oder einen Notfallplan, regelmässige IT-Sicherheitsaudits führt sogar nur jedes fünfte Unternehmen durch. Gerade Mitarbeitende sind dabei die erste Verteidigungslinie gegen Phishing und Social Engineering, ohne regelmässige Sensibilisierung bleibt selbst die beste technische Ausstattung angreifbar.
Zero Trust als Sicherheitsprinzip für KMU
Klassische Netzwerkgrenzen bieten in einer Arbeitswelt mit Homeoffice und Cloud-Diensten keinen ausreichenden Schutz mehr. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf das Zero-Trust-Prinzip, bei dem jeder Zugriff geprüft wird, unabhängig davon, woher er kommt. Wie sich Zero Trust Schritt für Schritt im Unternehmen einführen lässt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel Zero Trust im Unternehmen.
Identität und Zugriff zuverlässig absichern
Ein grosser Teil erfolgreicher Angriffe beruht auf gestohlenen oder erratenen Zugangsdaten. Über Microsoft Entra lassen sich starke Authentifizierung und risikobasierte Zugriffsrichtlinien zentral steuern, während Microsoft Global Secure Access den Zugriff auf Anwendungen und interne Ressourcen absichert, ganz ohne klassisches VPN. Für Unternehmen, die zunehmend ortsunabhängig arbeiten, ist diese Kombination oft die wirkungsvollste Einzelmassnahme, um das Angriffsrisiko spürbar zu senken.
Daten und Informationen gezielt schützen
Neben Identität und Geräten rückt der Schutz der Daten selbst zunehmend in den Fokus. Über Microsoft Purview lassen sich vertrauliche Informationen klassifizieren und Richtlinien einrichten, die verhindern, dass sensible Daten unkontrolliert das Unternehmen verlassen, unabhängig davon, über welche Anwendung oder welches Gerät darauf zugegriffen wird.
Diese Rolle spielt ein spezialisierter IT-Partner
Viele KMU verfügen intern nicht über die Ressourcen, um Bedrohungen rund um die Uhr zu überwachen. Lösungen wie Darktrace ergänzen die klassische Endpunkt-Sicherheit dabei um KI-gestützte Erkennung von Angriffsmustern in Echtzeit, mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zu Darktrace Security. Als Microsoft Solutions Partner für Security unterstützen wir Sie im Rahmen unseres Angebots im Bereich Cyber Security dabei, die für Ihr Unternehmen passende Kombination aus technischen und organisatorischen Massnahmen zu finden.
So gehen Sie strukturiert vor
- Risikoanalyse durchführen: Verschaffen Sie sich einen Überblick über bestehende Systeme, Daten und die grössten Schwachstellen, etwa im Rahmen unseres b.Secure Security Assessments.
- Technische Basismassnahmen umsetzen: Firewall, Updates und eine zentrale Endpunkt-Sicherheitslösung bilden die Grundlage.
- Notfallplan erstellen: Legen Sie fest, wer im Ernstfall welche Schritte übernimmt, statt erst während eines Angriffs zu improvisieren.
- Mitarbeitende schulen: Regelmässige Sensibilisierung reduziert das Risiko durch Phishing und Social Engineering spürbar.
- Regelmässige Audits etablieren: Ein einmaliges Sicherheitskonzept reicht nicht, Bedrohungen und die eigene IT-Landschaft verändern sich fortlaufend.
Fazit
Die Bedrohungslage für Schweizer KMU bleibt hoch, während Vertrauen und Investitionsbereitschaft in die eigene Cybersicherheit gleichzeitig sinken. Wer 2026 gezielt in technische Basismassnahmen, Identitätsschutz und organisatorische Grundlagen investiert, schliesst genau die Lücke, die aktuell viele Unternehmen angreifbar macht.
Sie möchten wissen, wo bei Ihrem Unternehmen der grösste Handlungsbedarf liegt? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gerne zu Ihrer individuellen Sicherheitsstrategie.
Frequently Asked Questions
How much does cyber security cost for SMEs?
This depends heavily on the scope of the measures and your existing IT landscape. Many basic technical functions are already included in existing Microsoft 365 licenses; additional costs typically arise from consulting, configuration, and supplementary solutions such as AI-powered threat detection.
Which cybersecurity measures are most important for SMEs?
The most effective approach is usually a combination of strong authentication, centralized endpoint security, and organizational foundations such as an IT security policy and regular employee training.
How can SMEs protect themselves against ransomware?
Regular, tested backups, up-to-date endpoint security, and trained staff significantly reduce both the risk of infection and the potential damage in an emergency.
Does an SME really need an IT security concept?
Yes. Without a documented concept, you lack the foundation for a structured response in an emergency; currently, only 30 percent of Swiss SMEs even have such a plan in place.
How often should an IT security audit be conducted?
At least once a year—or more frequently for rapidly growing or particularly high-profile companies—as both your IT landscape and the threat environment are constantly evolving.
What is the difference between cyber security and IT security?
IT security encompasses the protection of the entire IT infrastructure, whereas cyber security focuses specifically on protection against digital attacks from the internet, such as ransomware, phishing, or targeted hacker attacks.














