100 Jahre Baggenstos: Von der Schreibmaschinenwerkstatt zum Cloud- und Managed Services Anbieter
100 Jahre Firmengeschichte in 2 Minuten
Gründerjahre
Die Gründung der Firma 1925 als «Baggenstos & Holderegger» beschreibt der Firmengründer August Baggenstos in der ersten Nummer der Kundenzeitschrift «Baggenstos Kurier» so: «Ich führte damals im Untergeschoss des Hauses Auf der Maur Nr. 5 nebst einer Schreibmaschinen-Reparatur Werkstätte die Vertretung der damals neuen Schweizer Schreibmaschine HERMES, ein Präzisionsfabrikat der Paillard S.A., Yverdon & St. Croix.»

Die Boomjahre der Schreibmaschine
Die Firma entwickelte sich und «verkaufte bis im Jahr 1955 über 80'000 HERMES Schreibmaschinen und Tausende Rechen-, Additions- und Diktiermaschinen». Ebenso entstand «im Laufe von drei Dezennien ein fachmännischer Stab von Reisevertretern, ein leistungsfähiger Bürobetrieb sowie die modernste und grösste Reparaturwerkstätte der Schweiz für Schreib- und Rechenmaschinen» wie es im ersten «Baggenstos Kurier» weiter heisst.

Das Unternehmen wuchs weiter und bezog in Zürich an der Waisenhausstrasse 2 (Ausstellung und Verwaltung), Quellenstrasse 25 (Technischer Dienst) und der Uraniastrasse 9 (Verkaufsladen) ihre Geschäftsräume. 1971 erfolgte die Umwandlung der Einzelfirma von August Baggenstos in die A. Baggenstos & Co. AG.

1965 übernahm Rolf Rinderknecht, ein Neffe des Gründers, die Geschäftsleitung als Direktor, wie es damals hiess.
Er führte das Unternehmen erfolgreich während 30 Jahren und leitete die Erweiterung des Sortiments als Gesamtanbieter für das Büro ein.

1948: Werbung für Hermes Schreibmaschinen - Mehr dazu
Alles fürs Büro
Die führende Stellung der Schweizer Schreibmaschine HERMES begann mit der Lancierung der IBM Kugelkopfmaschine 1962 und der generell verstärkten ausländischen Konkurrenz zu wanken. 1974 wurde Baggenstos als einziges Fachunternehmen im Kanton Zürich Vertriebspartner von Hewlett-Packard. Eine erfolgreiche Partnerschaft, die bis heute andauert. Der Verkaufsrenner war der damals revolutionäre wissenschaftliche Taschenrechner HP-80, zum Preis von rund CHF 2'000.
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Der Niedergang der Marke HERMES wurde anfangs der achtziger Jahre durch das Fortschreiten der Elektronik verstärkt. Baggenstos und andere Schweizer HERMES Vertretungen begegneten dieser Entwicklung mit der Lancierung der Schreibmaschinen-Eigenmarke BUTEC, die in Japan gefertigt wurde. Ebenso wurde das Sortiment um die damals aufkommenden Faxgeräte, Fotokopierer und später auch Bürobedarf und -möbel erweitert. «Alles fürs Büro» lautete das Baggenstos-Motto bis in die Neunzigerjahre.
Von Zürich nach Wallisellen
Anfangs der Achtziger kam die Geschäftsleitung des Unternehmens auch zum Schluss, dass «der ständig zunehmende Verkehr in der Stadt Zürich einen effizienten Betrieb zu stark behindere». Darum wurde 1983 an der Neugutstrasse 14 in Wallisellen ein neuer Firmensitz erworben. Technische Dienst, Verkauf und Verwaltung wurden dort unter einem Dach vereint. Die ehemaligen Fabrikhallen der Contraves AG wurden in moderne Büros, Ausstellung und Werkstatt umgebaut.

Die PC-Revolution
1984 trat Thomas Baggenstos, der Sohn des Firmengründers, in das Unternehmen ein. In dieser Zeit entwickelten sich die ersten Personal-Computer von Hobby-Geräten zu Werkzeugen für den professionellen Einsatz. Obwohl die Baggenstos Schreibmaschinenverkäufer der Ansicht waren, dass der PC eher ein Spielzeug sei («Damit kann man nie vernünftige Textverarbeitung machen!»), glaubte Thomas Baggenstos an die Zukunft des PC. Mit der Übernahme der Vertretung des IBM-PCs begann eine stürmische Entwicklung, und die Firma Baggenstos war bald einer der grössten IBM-Vertriebspartner in der Schweiz.

Vor allem der IBM AT-02 eroberte die Schweizer Büros mit seinen damals herausragenden Leistungsmerkmalen: Intel 80286 Prozessor, 8MHz, 16 Bit, 512 KB RAM, 20 MB Festplatte, VGA-Grafik 640x480 Pixel, Kosten ca. CHF 20'000.
Go West!
Die führende Position von IBM wurde bald von kompatiblen PCa abgelöst. Baggenstos begann darum mit dem Vertrieb der Marke Compaq, die 2002 von HP übernommen wurde. Parallel zum Aufschwung von Compaq folgte der rasante Ausbau des PC-Geschäfts von Baggenstos. Mit Akquisitionen (ICS Office AG, Filialen der Computer Handels AG und der Mafioly AG) und Neueröffnungen wurde ein gesamtschweizerisches Filialnetz mit Schwergewicht in der Westschweiz aufgebaut. Mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft Dataset AG erfolgte auch ein Ausflug in das Distributionsgeschäft mit HP-Produkten. Dieser wurde mit dem erfolgreichen Verkauf der Firma an Computer 2000 (später Techdata, heute TD Synex) wieder beendet.

1988 übernahm Thomas Baggenstos die Geschäftsleitung von Rolf Rinderknecht, der nach 30 Dienstjahren pensioniert wurde.
Als Anfangs der Neunzigerjahre der PC-Boom abflachte und die Wirtschaft etwas stotterte, zeigte sich, dass die schweizweite Expansion nicht nachhaltig war. Die Filialen wurden nach und nach geschlossen. Baggenstos konzentrierte sich wieder auf seinen Hauptsitz in Wallisellen.
Dotcom-Boom
Mit der Jahrtausendwende begann das Internetzeitalter und die Dotcom-Ära. Baggenstos lancierte als eines der ersten Unternehmen unter der Marke ITshop.ch einen integrierten Online-Shop für IT-Artikel. Nach anfänglichen Verkaufserfolgen forderte die zunehmende Konkurrenz durch spezialisierte E-Commerce-Player wie Digitec & Co. ihren Tribut, und Baggenstos konzentrierte sich wieder auf sein traditionelles Business-to-Business-Geschäft.

Das Cloud-Zeitalter
Mit der Akquisition der Netcom AG (2008) begann die Fokussierung auf die Partnerschaft mit Microsoft. Michael Kistler, der Gründer von Netcom, übernahm zuerst die Rolle des Bereichsleiters System-Engineering. Fünf Jahre später übernahm er von Thomas Baggenstos die Geschäftsleitung und wurde so der vierte CEO der Firma in ihren 100 Jahren Firmengeschichte. Thomas Baggenstos ist seitdem aktiv involvierter VR-Präsident.

Unter Michael Kistler entwickelte sich Baggenstos zu einem der führenden Microsoft Cloud- und Managed Service Provider in der Schweiz. So wurde das Unternehmen 2019 von Microsoft als dritte Firma in Europa und erste Firma in der Schweiz als Microsoft Azure Managed Service Provider ausgezeichnet. Zahlreiche renommierte Schweizer Unternehmen setzen heute auf die Cloud-Lösungen von Baggenstos und vertrauen den Betrieb sowie die Weiterentwicklung ihrer IT im Rahmen eines Managed Services dem Unternehmen an.
Innovativ mit 100 Jahren

2023 bezog die Firma ihren neuen Sitz im Neubau Baggiwood, einen innovativen und nachhaltigen Holzbau, der das alte Firmengebäude ersetzte. In diesem Jahr trat mit Moritz Baggenstos, dem Sohn von Thomas, die dritte Baggenstos Generation ins Unternehmen ein.

Seit 1925 hat sich Baggenstos stetig weiterentwickelt und ist heute einer der führenden IT-Dienstleister in der Schweiz. Diese Erfolgsgeschichte basiert auf Kundenorientierung, Innovationskraft und Stabilität. Wir danken unseren Kunden für ihr Vertrauen und unseren Mitarbeitenden für ihr grosses Engagement und ihre Begeisterung. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft – mit Qualität, Verlässlichkeit und einem klaren Blick nach vorne.










