KMU lernen Umgang mit KI
Die AI Maturity Study 2026 von Ti&m und der Hochschule Luzern zeigt, wie über 200 KMU aus 15 Branchen KI nutzen: vorsichtig, punktuell und für risikoarme Anwendungsfälle. Die KI-Reife hängt gemäss der Studie von der Firmengrösse ab – eine Beobachtung, die auch Baggenstos teilt und begrüsst.
«KMU tun gut daran, als Follower zu agieren», sagt Othmar Frey, CSO von Baggenstos. «Damit lernen sie den Umgang mit KI, beherrschen ihre Risiken und finden die richtige Balance aus Mensch- und KI-Organisation.»
Aktuell wird KI gemäss der Studie vor allem im Marketing und im Kundenservice eingesetzt. Die meisten der befragten Firmen investieren derzeit weniger als fünf Prozent ihres IT-Budgets in KI-Systeme, wollen aber ihr Engagement deutlich erhöhen. Zentrale Risiken sind für die KMU Datenschutz, Halluzinationen und Abhängigkeiten.
Empfehlungen zum KI-Einsatz
Baggenstos hat bereits einige KI-Projekte in KMU angestossen und freut sich über die positive Resonanz. Noch sind die grossen Produktivitätsgewinne ausgeblieben, doch die Entwicklung geht rasant weiter, etwa mit KI-Agenten. Doch gerade diese setzen einen Partner an der Seite voraus, der Sicherheit ins Zentrum stellt. Und es braucht eine solide Strategie mit passenden Strukturen und Governance. So gilt es beispielweise, KI nicht um der Technologie willen einzuführen, sondern um den Kundenservice zu verbessern oder Mitarbeitende von Routineaufgaben zu entlasten.
«KI-Systeme auf Knopfdruck gibt es nicht», sagt Othmar Frey von Baggenstos. «Es braucht eine systematische Analyse der Daten und Prozesse, der Geschäfts- und Cybersecurity-Risiken sowie eine Einführung der Mitarbeitenden.» Diese sollen nicht ersetzt werden, denn gerade in KMU gilt noch immer: «Menschen machen Geschäfte mit Menschen.»
Fachkräftemangel mit KI dämpfen
Wie wichtig aber die Beschäftigung mit «Kollege KI» ist, zeigt die letzte Arbeitsmarktstudie von AXA: KMU stehen im Konkurrenzkampf um die besten Fachkräfte mit dem Staat und Grossunternehmen. 44 Prozent der befragten 300 KMU hatten mehrheitlich oder sogar meistens bzw. immer Probleme, offene Stellen zu besetzen, weitere 40 Prozent bekundeten zumindest teilweise Mühe, geeignetes Personal zu finden.
Quellen